gesponsert von Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Mit dem Medienpreis (bis 1996 Journalistenpreis) zeichnet die Deutsche AIDS-Stiftung seit 1987 Medienschaffende aus, die sachkundig über HIV/AIDS berichten und damit zur Solidarität mit Betroffenen beitragen.
Den aktuellen Ausschreibungs-Folder können Sie hier herunter laden:
Medienpreis_2009_2010
(PDF-Dokument, 234 KB)
Teilnahmevoraussetzungen:
Beiträge zu HIV und AIDS, die vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2010 in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet, im Hörfunk, Fernsehen oder anderen AV-Medien in deutscher Sprache veröffentlicht wurden, können eingereicht werden.
Außerdem nimmt die Stiftung künstlerische Beiträge, wie Romane, Kunstwerke, Theaterstücke zum Thema HIV/AIDS an, die im o.g. Zeitraum erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Sonderpreis für Schülerarbeiten: Für die Jahre 2009/2010 lobt die Stiftung einen Sonderpreis aus. Schülerinnen und Schüler können Beiträge zum Thema HIV und AIDS einreichen, die sie im o.g. Zeitraum in (Schüler)Medien veröffentlicht haben oder auch Projekte, Aufführungen etc. zum Thema.
Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. mehr
Einsendeschluss für alle Bewerbungen: 31. Januar 2011
Erforderliche Unterlagen:
Bitte reichen Sie keine Originale Ihrer künstlerischen Arbeiten ein, sondern dokumentieren Sie diese mit Fotomaterial.
Preisgeld:
15.000 Euro für bis zu drei Beiträge und
3.000 Euro für den Sonderpreis „Schülerarbeiten“
gestellt von Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Einsendung der Unterlagen an:
Deutsche AIDS-Stiftung
Medienpreis
Markt 26
53111 Bonn
Die Stiftung nimmt gerne auch Vorschläge für Nominierungen entgegen.
Für Informationen:
Andrea Babar
Telefon: 0228 / 60 46 9-37
e-mail: andrea-babar@aids-stiftung.de
Hape Kerkeling schickte Glückwünsche nach St. Gallen
Die Deutsche AIDS-Stiftung hat am 24. Juni 2009 ihren Medienpreis für die Jahre 2007/2008 an sechs Medienschaffende verliehen. Im schweizerischen St. Gallen erhielten die Preisträger für ihre herausragenden Arbeiten zum Thema HIV und AIDS ein Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro - zur Verfügung gestellt von Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG. Jurymitglied Hape Kerkeling übermittelte in einer Video-Grußbotschaft seine Glückwünsche.

In der Eröffnungsveranstaltung zum Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen AIDS-Kongress gratulierte die Stiftung Peter-Philipp Schmitt, Redakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung, zu seiner sachkundigen und kontinuierlichen Berichterstattung über HIV und AIDS. In der Begründung heißt es: „Seit Jahren steht sein Name für Qualitätsjournalismus in Sachen Aids. Für hartnäckiges Dranbleiben und immer neues Engagement, um aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen aufzunehmen.“
Die Münchner Filmemacherin Christa Graf und Kameramann Roland Wagner zeichnete die Stiftung für ihren Film „Memory Books – damit du mich nie vergisst“ (Arte, 1.12.2008) aus. Dazu heißt es in der Begründung: „Der Film „Memory Books“ trägt das Schicksal der Aids-Waisen in Uganda in tief bewegender Art an die Zuschauer heran. Dabei ist der Film von Christa Graf frei von jedem Voyeurismus. Allein die Momente, die wir mit dem kleinen Dennis erleben, den die tiefe Trauer um seine verstorbene Mutter überwältigt, schaffen ein Verständnis, das kein noch so engagiertes Plädoyer dieser Welt erreichen kann. Das ist die besondere Qualität des Films: Wir nehmen teil. Wir nehmen Anteil. Die Autorin hat einen großartigen Kameramann an ihrer Seite gehabt. Mit seiner Leistung muss er Koautor genannt werden und verdient die Auszeichnung – ebenbürtig. Aufnahmen, wie wir sie sehen, bringt nur ein Kameramann mit nach Hause, der sich im Thema zu orientieren und zu bewegen versteht. Er führt uns mit seiner beobachtenden Kamera in eine bewegende Nähe – und er bleibt da, wo es geboten ist, auch einmal auf sensible Weise ferner. Mit seiner Kameraarbeit hat er großen Anteil daran, dass wir 90 Minuten hinsehen – und hinhören. Er führt uns so atmosphärisch in die Szenen hinein, das wir nie ein Gefühl von Länge oder gar Langeweile bekommen.
Als Initiator und Redakteur des Internetauftrittes „Positiv schwul – Ondamaris“ (www.ondamaris.de) erhielt Ulrich Würdemann den Medienpreis. Dazu in der Begründung: „Inzwischen ist Ondamaris für viele – nicht nur für HIV-positive und schwule Nutzer – eine wichtige Informationsquelle, wenn es um aktuelle Themen rund um das Virus geht. Zu Medizin, Gesellschaft, Medien, Kultur und Selbsthilfe finden wir sehr leserfreundliche, kompetente und verständliche Informationen, Kommentare und Veröffentlichungen. Aber darüber hinaus ist Ondamaris zu einem Forum geworden, in dem sich die vielen Nutzer teils kontroverse Diskussionen auf einem hohen Niveau liefern.“
Ulrich Würdemann teilt sich das Preisgeld mit Gesa Dankwerth und Antía Martinez-Amor, Autorinnen des Beitrags „AIDS – Wenn die Körperpolizei nicht mehr helfen kann“ aus der Sendereihe „neuneinhalb – Nachrichten für Kinder“ (ARD, 1.12.2007). Die Jury begründete ihre Entscheidung so: „Wir verleihen den Medienpreis für einen herausragenden Filmbeitrag, der sich mit dem Thema AIDS an eine besondere Zuschauergruppe wendet – an Kinder! Beide Autorinnen schaffen es mit Auswahl und sensibler Produktion der Inhalte genauso wie mit einer spritzigen und kindgerechten Moderation das Thema AIDS zu den Kindern zu transportieren.“
Zum Abschluss dieser Preisverleihung wurden noch zwei Beiträge aus 115 eingereichten Bewerbungen besonders gelobt: Frank Christiansen, Landeskorrespondent in Düsseldorf bei der Deutschen Presseagentur (DPA) hat in seiner Gerichtsreportage über das Los eines HIV-Infizierten großes Einfühlungsvermögen und Sensibilität offenbart. Der Fall des Mannes, der durch alle Maschen der Fürsorge gefallen ist und in einem Bahnhof-Schließfach nächtigt, ist in vielen Tageszeitungen gedruckt worden. Denn Frank Christiansen hat es verstanden, dieses Schicksal hervorragend darzustellen und es einer großen Öffentlichkeit nahe zu bringen. Daher gab der Laudator Dank und Anerkennung weiter.
Zuletzt lobte Laudator Professor Jürgen Rockstroh zwei Schüler des John-Lennon-Gymnasiums in Berlin. Tianhao und Hannes, Autoren von „Penny Lane“. In ihrer Schülerzeitung hatten sie Interviews zum Thema AIDS veröffentlicht. Der Beitrag hat die Jury überrascht und hoch erfreut: die direkte und offene Art der Befragung hat Erstaunliches zutage gefördert und die Jury auf die Idee gebracht, beim nächsten Mal einen Extra-Preis für Arbeiten von Schülerinnen und Schülern auszuschreiben. Rockstroh sagte: „Darauf können die beiden richtig stolz sein. Wir gratulieren den Schülern zu ihrer Arbeit und wünschen noch viele gute Ideen.“
Seit 1987 verleiht die Deutsche AIDS-Stiftung ihren Medienpreis für herausragende Beiträge zum Thema HIV/AIDS. Bisher hat sie 67 Medienschaffende ausgezeichnet. Christian Boehringer, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von C.H. Boehringer Sohn, machte bei der Preisverleihung das Engagement von Boehringer Ingelheim für den Medienpreis der AIDS-Stiftung deutlich. Boehringer Ingelheim unterstützt den Preis seit 2001.
"Was wir an Themen wahrnehmen, was uns anrührt, an was wir uns länger erinnern können und was womöglich Einfluss darauf hat, wie wir uns verhalten - ist von den Medien, die wir nutzen, maßgeblich bestimmt. Beim Thema AIDS kann dies ganz entscheidend sein", so ARD-Programmdirektor Günter Struve in seiner Laudatio auf die Preisträger des Medienpreises 2005/2006 der Deutschen AIDS-Stiftung. Die Journalisten und Autoren, die mit ihren Medien- und künstlerischen Beiträgen in ganz besonderer Weise sachkundig, einfühlend und engagiert über HIV und AIDS berichtet hatten, wurden am Mittwoch, 27. Juni 2007, in der Frankfurter Paulskirche im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses mit dem von der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co KG gesponserten Medienpreis ausgezeichnet. Christian Boehringer, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von C.H. Boehringer Sohn, und Mitglied des Stiftungsrates der Deutschen AIDS-Stiftung, würdigte die diesjährigen Preisträger.
Ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro erhielten
Die besondere Anerkennung der Jury galt dem Lokalzeitungsredakteur Jürgen Gerrmann für seine redaktionelle Begleitung des Themas AIDS in der Nürtinger Zeitung.
Das Preisgeld stellt die Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG. Eine unabhängige Jury aus Medienexperten hatte die Beiträge der Preisträger aus 130 Einreichungen ausgewählt.