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Joachim Franz mit der AIDS-Schleife

World AIDS Awareness Expedition - Abenteuersportler Joachim Franz engagiert sich für die Stiftung

Das stolze Expeditionsteam konnte jetzt das erfolgreiche Ende der "move the world-aids awareness expedition 2011" in Sydney verkünden. Das Team brachte die letzten 8.000 Kilometer in 6,5 Tagen hinter sich. Insgesamt waren die Teilnehmer 111 Tage unterwegs, legten 64.452 Kilometer zurück, besuchten 55 Länder. 

Am 19. April 2011 war Joachim Franz, AIDS-Aktivist, Abenteuersportler und Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung, mit seinem Team im kanadischen Vancouver zur MOVE THE WORLD – AIDS awareness expedition gestartet. Unter dem Motto „In 100 Tagen für die Welt!“ wollten die Teilnehmer alle 5 Kontinente mit ihren Fahrzeugen bereisen, um die Botschaft - das weltweite Engagement gegen HIV - um die Welt zu tragen, Spenden zu sammeln und mit Round Table-Gesprächen den Dialog zu HIV/AIDS zu fördern.

Round Table zu HIV und AIDS in Hannover

Am 25 Mai war die Expedition auf der „Durchreise nach Afrika“ in Hannover eingetroffen. Erwartet wurden die Teilnehmer von Vertretern unterschiedlicher AIDS-Organisationen aus Deutschland und HIV-positiven Aktivistinnen. An einem runden Tisch informierten sie die Expedition über die Stärken und die Herausforderungen der HIV/AIDS-Politik in Deutschland. Die Prävention gegen HIV und AIDS in Deutschland ist erfolgreich, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Hinsichtlich der medikamentösen Versorgung, der Menschenrechte HIV-positiver Menschen und ihrer Lebensperspektiven wurde viel erreicht. Basis für den Erfolg war die Einbeziehung HIV-positiver Menschen und von Selbsthilfe-Organisationen in die Gestaltung der AIDS-Politik.

Herausforderungen sind die schwierige soziale und materielle Lage vieler betroffener Menschen – sie müssen die längere Überlebenszeit oft in Armut verbringen. Außerdem muss immer wieder erneut für die Integration HIV-positiver Menschen und gegen Diskriminierung eingetreten werden. Die nachhaltige Aufklärung jeder nachwachsenden Generation bleibt eine Daueraufgabe. Joachim Franz und sein Team nahmen viele Anregungen aus Deutschland mit auf ihrer weiteren Tour. Ministerpräsident Mc Allister verabschiedete das Team in Hannover und wünschte eine gute Fahrt durch die Länder Afrikas. Gegen Abend war das Team schon wieder auf der Straße Richtung Österreich.

WAAE-Gruppenfoto mit Globus
WAAE-Tourfahrzeuge vor dem Rathaus Hannover


„Wir freuen uns sehr, dass Joachim Franz erneut eine Expedition startet, die das Thema HIV/AIDS in den Mittelpunkt stellt“,  sagte Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Der Verein "Be your own hero" (Be your own hero e. V.) sammelt anlässlich der Expedition Spenden, deren Verwendung die Deutsche AIDS-Stiftung festlegt.

Die Spendenmittel sollen weltweit, aber gezielt eingesetzt werden und nachhaltig Wirkung entfalten. Sie werden beispielhaften Projekten auf allen fünf Kontinenten zur Verfügung gestellt. Dabei wird das unterschiedliche Ausmaß der AIDS-Epidemie berücksichtigt. So soll ein großer Teil der Mittel für Afrika eingesetzt werden, gefolgt von Europa/Osteuropa, den Regionen Asien/Australien/Pazifik sowie Nord- und Südamerika. Es ist beabsichtigt, Institutionen und Programme zu stärken, die im Rahmen ihrer Hilfsleistungen für Menschen mit HIV und AIDS ein besonderes Gewicht auf die Nachhaltigkeit auch durch die Aus- und Weiterbildung von Menschen im AIDS-Kontext legen.

Informationen, wie man sich an der Aktion beteiligen und spenden kann, findet man unter www.waae.de.

Leben als AIDS-Aktivist

Der Tod eines an AIDS erkrankten Schulfreundes hatte Joachim Franz so bewegt, dass er sich einem Leben als AIDS-Aktivist verschrieb. Seit 2001 sammelt er Spenden und gründete die World AIDS awareness expedition. Zusammen mit seinem Team macht er durch sportliche Höchstleistungen weltweit auf die Krankheit aufmerksam, um die Einstellung der Menschen zu AIDS zu verändern. So initiierte der 48-Jährige beispielsweise 2008 das Projekt  „cape2cape“. Sein Team erklomm in 20 Ländern den jeweils höchsten Gipfel - vom Nordkap bis zum Kap der Guten Hoffnung – und rückte damit die Dunkelziffer der HIV-Infizierten ins Licht der Öffentlichkeit.

Aufgrund seines Engagements wurde Joachim Franz kürzlich mit dem Preis „Europäer des Jahres 2009“ von Reader’s Digest ausgezeichnet. Weitere Informationen über seine Aktivitäten finden Sie auf seiner Webseite.