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Zahlen und Fakten

Die weltweite Verbreitung von HIV und AIDS

Weltweit haben sich im Jahr 2008 rund 2,7 Millionen Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert. Mit dem Virus leben weltweit circa 33 Millionen Menschen, rund 2 Millionen Menschen sind im Jahr 2008 verstorben. Mit mehr als zwei Drittel der Infizierten bilden die Länder des südlichen Afrika ein Zentrum der Epidemie. Auch dort erkranken und sterben überwiegend Menschen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.

Die Versorgung mit antiretroviralen Therapien ist von 2003 mit 7 Prozent auf 42 Prozent in 2008 gestiegen. Die Ausweitung des Zugangs zur Therapie trägt dazu bei, dass die durch AIDS verursachten Sterbefälle in vielen Ländern gesunken sind. Allerdings führt dies auch dazu, dass die HIV-Prävalenz ansteigt.

Die Lage in Deutschland

In Deutschland leben nach einer aktuellen Schätzung des Robert-Koch-Instituts anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2009 rund 67.000 Menschen mit HIV oder AIDS. Von ihnen haben sich geschätzte 3.000 im Jahr 2009 infiziert, ähnlich viele Neuinfektionen waren es 2008 gewesen. 550 HIV-infizierte Menschen starben im Jahr 2009.

Unter den 67.000 Menschen, die Ende 2009 mit HIV oder AIDS leben, stellen Männer, die Sex mit Männern haben, mit 41.400 die größte Gruppe. Etwa 9.200 Personen haben sich über heterosexuelle Kontakte infiziert, rund 7.500 Menschen kommen aus so genannten Hochprävalenzregionen und infizierten sich überwiegend in ihren Herkunftsländern und dort bei heterosexuellen Kontakten. Etwa 8.200 HIV-Infektionen gehen auf intravenösen Drogengebrauch zurück.

Die im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern niedrigen Infektionszahlen in Deutschland lassen sich nur erhalten, wenn die Präventionsanstrengungen nicht nachlassen.

Hier erhalten Sie weitere aktuelle Zahlen zur Verbreitung von HIV und AIDS:

RKI

UNAIDS