
DREAM (Drug Resource Enhancement against AIDS and Malnutrition) steht für einen anderen, umfassenden Umgang zur Bekämpfung von AIDS in Afrika. Deswegen fördert die Deutsche AIDS-Stiftung das Hilfsprogramm DREAM in Mosambik seit mehr als vier Jahren. Mit dem Projekt hat sich die ehrenamtlich tätige, ökumenische Gemeinschaft Sant’Egidio genau das zum Ziel gesetzt, die Infektionsrate bei der Mutter-Kind-Übertragung drastisch zu reduzieren. DREAM wurde in Abstimmung mit der mosambikanischen Regierung entwickelt, in Kliniken und Gesundheitszentren integriert und vor Ort von heimischen Ärzten und Pflegepersonal umgesetzt.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 16 bis 30 Prozent überträgt sich während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit das HI-Virus von einer HIV-positiven Mutter auf ihr Kind. Dieser Weg der HIV-Übertragung ist einer der Hauptansteckungswege der Krankheit für Kinder in Afrika. Unbehandelt stirbt mindestens jedes zweite Baby im ersten, die meisten anderen vor dem fünften Lebensjahr.

Und genau hier setzt DREAM an. Bei DREAM werden rund 98 Prozent der Babys HIV-negativ geboren. Denn die Mütter werden ab der 25. Schwangerschaftswoche bis sechs Monate nach der Geburt mit antiretroviralen Medikamenten behandelt. So lässt sich die Viruslast gegen Ende der Schwangerschaft und während der Geburt entscheidend senken. Das Neugeborene erhält ebenfalls 72 Stunden nach der Geburt einmalig ein antiretrovirales Präparat. In Einzelfällen ist es notwendig, dass die Mutter auf das Stillen verzichtet. Dann erhält sie für ihr Baby Muttermilchersatznahrung.
Nur dank der Hilfe unserer Spenderinnen und Spender können wir das DREAM-Programm unterstützen. Wir sagen Ihnen gerne, was wir mit wie viel Euro anschaffen können.
| 1 Monat Lebensmittelbeihilfe für eine Mutter und ihre Familie | 14,00 € | |
| 1 Moskitonetz | 6,00 € | |
| 1 Keramik Wasserfilter | 24,00 € | |
| 20 HIV-Schnelltests | 40,00 € | |
| 15 Blutuntersuchungen während der Schwangerschaft | 116,00 € | |
| 1 medizinische Versorgung von Mutter und Kind im Jahr | 500,00 € |

Das Projekt verdankt seinen Erfolg zum einen dem hohen medizinischen Standard, nach dem in den Zentren gearbeitet wird: Vergleichbar mit Kliniken in Industrieländern liegt die Infektionsrate bei nur zwei Prozent. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden 2.300 Kinder in den DREAM-Gesundheitszentren Mosambiks geboren. Von ihnen waren nur 25 HIV-positiv.
Daneben spielen die ehrenamtlichen Helferinnen, sogenannte Activistas, eine entscheidende Rolle. Selbst betroffen von der Krankheit, wirken sie sehr überzeugend und glaubhaft, wenn sie ihre Erfahrungen weitergeben. Fast jeden Tag verbringen die Activistas im DREAM-Zentrum und sprechen mit anderen betroffenen Frauen darüber, wie wichtig es ist, die Medikamente regelmäßig zu nehmen, sich gesund zu ernähren oder Hygienevorschriften einzuhalten. Eine von ihnen ist die 29-jährige Emilia. Sie hilft seit fünf Jahren in einer der DREAM-Gesundheitsstationen in Maputo als Acitivista mit. Im Jahr 2009 hat sie betreut von DREAM ihr zweites Kind geboren, ein Mädchen. Wie ihr fünfjähriger Sohn Vasco ist auch ihre Tochter nach den ersten zwei gut verlaufenen Tests HIV-negativ. Die Unterstützung, die Emilia bei DREAM erfahren hat, gibt sie als Activista an die HIV-positiven Mütter weiter, die die Gesundheitsstation aufsuchen.
Die Deutsche AIDS-Stiftung fördert in erster Linie das DREAM-Gesundheitszentrum Matola II nahe Maputo. Dort werden jährlich etwa 700 Mütter und deren Kinder betreut.
Wie in den anderen Ländern Subsahara-Afrikas breitete sich auch in Mosambik das HI-Virus von den 90er Jahren bis heute mit großer Geschwindigkeit aus. Mit einer HIV-Prävalenz von 17 bis 18 Prozent bei Erwachsenen gehört Mosambik zu den afrikanischen Hochprävalenz-Ländern. In Mosambik leben knapp 1,4 Millionen HIV-positive Erwachsene, davon 800 000 Frauen, sowie etwa 80 000 Kinder mit HIV.
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Weitere Informationen zum Hilfsprogramm DREAM - Download
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