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Deutsche AIDS-Stiftung veranstaltet Auktion „Artists against AIDS“

Kunstwerke ab heute im Zentralkabinett der Bundeskunsthalle zu sehen

Bonn, 6. Mai 2011. 49 Kunstwerke – Gemälde, Zeichnungen, Fotoarbeiten, Plastiken und ein Wandrelief – kommen am 16. Mai 2011 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung zur Versteigerung. Die Ausstellung zur Kunstauktion „Artists against AIDS“ wird heute, 6. Mai 2011, um 19 Uhr mit einer Vernissage in der Bundeskunsthalle eröffnet und ist noch bis zum 15. Mai 2011 im Zentralkabinett zu besichtigen.

Der Intendant des Kunstmuseums Bonn und Kurator der Auktion, Prof. Dr. Stephan Berg, konnte 46 Künstlerinnen und Künstler für eine Teilnahme gewinnen. Unter ihnen sind Tony Cragg, Pia Fries, Tamara Grcic, Katharina Grosse, Jörg Herold, Stephan Huber, Peter Kogler, Olaf Nicolai, Albert Oehlen, David Schnell, Nedko Solakov und Jorinde Voigt. Sie alle spenden ihre Arbeiten für den guten Zweck. Die Schirmherrschaft über die Auktion hat Schauspielerin Hannelore Elsner übernommen. Sie ist der Stiftung seit vielen Jahren als Kuratoriumsmitglied verbunden. Auktionator ist Prof. Henrik Hanstein vom Kölner Kunsthaus Lempertz. Der Erlös aus der Versteigerung soll HIV-infizierten Männern und Frauen zu Gute kommen, die besonders auf Unterstützung angewiesen sind: von der Krankheit betroffene Menschen, die nicht mehr alleine leben können und in den Wohnprojekten der Deutschen AIDS-Stiftung ein geeignetes und gut betreutes Zuhause finden.

Zur Auktion ist ein Katalog erhältlich, der in der Bundeskunsthalle für eine Schutzgebühr von 10,00 Euro erworben werden kann. Dort sowie im Online-Katalog (www.artists-against-aids.de) findet man alle Informationen rund um die Auktion inklusive der Möglichkeit, Vorgebote abzugeben. Alle Kunstinteressierten sind herzlich zur Ausstellung und zur Auktion eingeladen.  

Bereits in der Vergangenheit flossen der Deutschen AIDS-Stiftung durch Kunstauktionen erhebliche Mittel zu. Die Kuratoriumsvorsitzende Jeane Freifrau von Oppenheim organisierte mehrfach sehr erfolgreiche Auktionen in Köln. Bei insgesamt 18 Kunstauktionen der Stiftung auf der Art Frankfurt wurde Kunst für insgesamt 1,5 Millionen Euro versteigert. Damit konnte die Stiftung über viele Jahre wichtige Nothilfen für betroffene Frauen, Männer und Kinder sichern. Die Bonner Auktion knüpft an diese Tradition an und soll jährlich mit wechselnden Kuratoren in der Bundeskunsthalle stattfinden.

Einweihung von Wohnprojekt für Menschen mit HIV/AIDS in Köln

Schlüsselübergabe in Anwesenheit von Bettina Wulff

Bonn/Köln, 18. März 2011. Ein betreutes Zuhause finden von HIV/AIDS betroffene Menschen in dem neu erbauten Wohnprojekt an der Neusser Straße 675 in Köln-Weidenpesch. Bauherr ist die Deutsche AIDS-Stiftung `Positiv wohnen´ gGmbH, Betreiber die Aidshilfe Köln, deren Beratungs- und Unterstützungsangebot die Bewohner dort nutzen können. Die Deutsche AIDS-Stiftung freut sich sehr, dass bei der feierlichen Einweihung des Hauses Bettina Wulff anwesend ist, um sich über das Projekt zu informieren und Gespräche mit den Bewohnern zu führen. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, diese so wichtige Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung im Bereich des betreuten Wohnens zu unterstützen. Menschen, die durch ihre Infektion unter schwerwiegenden Einschränkungen leiden, erfahren im Wohnprojekt Zuwendung, Hilfe, Stabilisierung und können daher Hoffnung auf eine bessere Zukunft schöpfen“, betont Frau Wulff. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung, Dr. Christoph Uleer, begrüßt es besonders, dass sich Bettina Wulff auch künftig für die Stiftung engagieren wird.

Im Haus stehen Menschen mit HIV/AIDS neun Wohnungen und ein Gruppenraum zur Verfügung. Das Projekt richtet sich an alle diejenigen, die ihren Alltag nicht mehr allein meistern können und Unterstützung und Begleitung benötigen. Die Deutsche AIDS-Stiftung verzeichnet seit einigen Jahren eine verstärkte Nachfrage bei Angeboten des betreuten Wohnens. Daher ist die Schaffung betreuten Wohnraums für die Stiftung und die Aidshilfe als Partner ein wichtiger Schwerpunkt. „Das Älterwerden von Menschen mit HIV und AIDS stellt uns vor neue Herausforderungen. Die meisten HIV-positiven Menschen verfügen aufgrund ihrer Biografie über keine familiären Netzwerke, die die Pflege und Betreuung übernehmen könnten“, sagt Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Zahlreiche HIV-infizierte Frauen und Männer wenden sich auch an die Aidshilfe Köln mit der Bitte um angemessenen und bezahlbaren Wohnraum. „So ist es nicht verwunderlich, dass alle neun Appartements vermietet sind und in den nächsten Wochen bezogen werden können“, so Michael Schuhmacher, Geschäftsführer der Aidshilfe Köln. Besonders wichtig sei, dass das Zusammenleben in der Nachbarschaft respektvoll und ohne Diskriminierung funktioniere. 

Die bessere Therapierbarkeit durch antiretrovirale Medikamente ermöglicht den Betroffenen zwar ein längeres Leben, die lang andauernde Therapie belastet jedoch zunehmend die Gesundheit eines Teils der HIV-infizierten Menschen: Eine größer werdende Gruppe leidet unter Nebenwirkungen der Therapie und Begleiterkrankungen der Infektion. Hinzu kommen häufig finanzielle Not, Ausgrenzung und Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags. Die Wohnprojekte als geschützter Raum bieten den Betroffenen die Möglichkeit, sich sozial wieder zu integrieren und neue Kontakte herzustellen. Im günstigsten Fall verhelfen Betreuung und Stabilisierung den Bewohnern zu wieder gewonnener Eigenständigkeit. In Nordrhein-Westfalen, wo mit rund 14.000 von rund 70.000 Betroffenen in ganz Deutschland die meisten HIV-infizierten Menschen leben, ist der Bedarf an betreuten Wohnplätzen besonders hoch. Mit dem Kölner Neubau reagierte die Stiftung auf die steigende Nachfrage nach einem geschützten Wohnumfeld. Die von Jeane Freifrau von Oppenheim initiierte Benefiz-Kunstauktion ART against AIDS Ende 2008 legte mit Erlösen von 420.000 Euro den finanziellen Grundstock für das Projekt.

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet. Die Stiftung hilft seit mehr als 20 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die Unterstützung von Projekten. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte vor allem im südlichen Afrika.

Spendenkonto 400, BFS Köln, Bankleitzahl 370 205 00

Pressekontakt:
Ann-Kathrin Akalin, Pressereferentin
Deutsche AIDS-Stiftung, Markt 26, 53111 Bonn
Telefon: 0228- 60 469-33,
presse(at)aids-stiftung.de,
www.aids-stiftung.de