Die Stiftung fördert im südlichen Afrika ausgewählte ganzheitliche und modellhafte Projekte, die medizinische Behandlung mit Aufklärung, Beratung und Betreuung verbinden. Dabei ist die Einbindung von einheimischen medizinischen Fachkräften und von Betroffenen selbst bedeutsam. Ziel des von der Stiftung unterstützten DREAM-Programms der Gemeinschaft Sant`Egidio in Mosambik ist u.a. die Verhinderung der HIV-Übertragung von schwangeren Frauen auf ihre Babys. Mehr als 2.200 Frauen wurden beispielsweise im Zentrum Matola II bereits mit einer Dreifachtherapie während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit betreut, was dazu führt, dass über 98 Prozent der Babys gesund geboren wurden. Eine entscheidende Rolle im Programm spielen die Acitivistas, HIV-infizierte Frauen, die die Patientinnen betreuen und ihr Wissen weitervermitteln. Solche Ansätze bergen Chancen über das konkrete AIDS-Hilfsprojekt hinaus und haben Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft: Sie qualifizieren Menschen für medizinische und pflegerische Aufgaben, verhindern, dass ausgebildete Krankenschwestern und Ärzte das Land verlassen und binden das staatliche Gesundheitssystem mit ein.