Bonn, 19. März 2006. Die Papstäußerungen zum Kampf gegen AIDS haben diese für viele afrikanische Staaten geradezu existenzielle Frage wieder in den Vordergrund gerückt. Der Einsatz von Kondomen zählt sicherlich zu den unverzichtbaren Bausteinen der AIDS-Bekämpfung. Das ist nach den Erfahrungen der Deutschen AIDS-Stiftung auch den vielen Einrichtungen klar, die kirchlich orientiert sind und in Afrika an vorderster Front in diesem Kampf stehen. Angesichts der zu Europa grundlegenden anderen Situation in Afrika, wo nicht die Männer, sondern die Frauen oft als Opfer die Hauptbetroffenen sind, kann die europäische Kondompolitik aber nicht schlicht übertragen werden. Die kirchlichen Partner der Stiftung haben deshalb eine sogenannte ABC-Strategie entwickelt, die die Kondome nicht ausschließt, aber auch nicht als Allheilmittel sieht. Als zentral wird die Verbesserung der gesellschaftlichen Strukturen durch Stärkung der partnerschaftlichen und familiären Bindungen, vor allem im Interesse der Frauen, und des individuellen Verantwortungsbewusstseins gesehen.
Die Stiftung ist von der Arbeit ihrer kirchennahen Partner beeindruckt. Dazu zählt die Gemeinschaft Sant’Egidio in Mosambik, der im Mai der Karlspreis verliehen wird, ebenso wie die Aktion HOPE der deutschen katholischen Gemeinde in Kapstadt und die Catholic AIDS-Action in Namibia.
Spendenkonto 400, BFS Köln, Bankleitzahl 370 205 00
Informationen zur Deutschen AIDS-Stiftung:
Ann-Kathrin Akalin, Pressereferentin – Markt 26 – 53111 Bonn
Telefon: 02 28-60 46 933 – Email: ann-kathrin-akalin(at)aids-stiftung.de