
Das HI-Virus und die Immunschwächekrankheit AIDS gehören zu den meist beforschten Krankheiten der Welt. Der Forschung ist es in den 80er Jahren innerhalb kürzester Zeit gelungen, einen Test zum Nachweis von HIV zu entdecken. Auf der Welt-AIDS-Konferenz in Vancouver 1996 wurden erstmals erfolgreiche Kombinationstherapien vorgestellt, die die Vermehrung des HI-Virus im menschlichen Körper hemmen. Seitdem hat die pharmazeutische Industrie weitere Medikamentenklassen entwickelt, die bei Resistenzen des Virus gegen bestimmte Therapien eingesetzt werden können.
Neben der naturwissenschaftlichen Forschung haben auch die Pflegewissenschaften und die Sozialwissenschaften zu einer besseren Versorgung infizierter Menschen und erfolgreichen Präventionskonzepten für die Bevölkerung beigetragen. Der Verein Gesundheitstraining e.V. bildet zum Beispiel Mitarbeiter der Krankenpflege zu Gesundheitstrainerinnen für HIV weiter. Die wichtigsten bundesweit tätigen AIDS-Organisationen arbeiten in diesem Verein gemeinsam daran, die pflegerische Versorgung aidskranker Menschen in Deutschland zu verbessern.
Ohne die Forschung werden wir HIV und AIDS nicht besiegen können. Daher fördert die Deutsche AIDS-Stiftung im Rahmen ihrer begrenzten Mittel auch einzelne Forschungsprojekte zu HIV und AIDS. Einen besonderen Schwerpunkt legt die AIDS-Stiftung auf die AIDS-Impfstoffforschung.