Die Ergebnisse von Grundlagenforschung, angewandter Forschung und von sozialwissenschaftlicher Forschung erleichtern das Leben von Menschen mit HIV und AIDS. Die Deutsche AIDS-Stiftung unterstützt daher Forschungsvorhaben, die diesem Ziel dienen.
Angesichts der eingeschränkten Mittel der AIDS-Stiftung kann Forschungsförderung nur gewährt werden, wenn bereits zweckbestimmte Spenden vorliegen oder die anderen Hilfsaktivitäten der Stiftung ausreichend finanziert sind.
Ein Bespiel für unsere Forschungsförderung ist die Suche nach AIDS-Impfstoffen an der Universität Regensburg:

Durch medizinische Therapien kann der Eintritt der HIV-Infektion in das Vollbild AIDS zwar deutlich verlangsamt werden, ein vollständiger Schutz oder eine Heilung ist aber nach wie vor nicht möglich. Nur ein kombinierter Einsatz von Prävention, Behandlung, Betreuung und AIDS-Impfstoffen kann die weitere globale Verbreitung des HI-Virus stoppen. Ein aktuelles Forschungsvorhaben von Professor Hans Wolf gemeinsam mit Professor Ralf Wagner am Institut für Medizinische Mikrobiologie der Uni Regensburg und einer Gruppe von Wissenschaftlern aus anderen EU-Staaten und China arbeitet an der Entwicklung von Impfstoffkandidaten.
Im Rahmen der Projektgruppe CHIVAC (mit Fokus auf China und Entwicklungsländer, vorwiegend in Süd- und Ostafrika) und EUROVAC mit dem zusätzlichen Fokus auch auf therapeutisch nutzbare Impfstoff-Komponenten für Europa werden diese Forschungen von der EU gefördert. CHIVAC, in dem europäische und chinesische Wissenschaftler zusammenarbeiten, hat die Entwicklung von AIDS-Impfstoffkandidaten für die chinesischen Regionen Yunnan und Sinkiang zum Ziel. Steigende Infektionszahlen in China erfordern dringend ein zunehmendes Engagement in der Impfstoffforschung. Prognosen besagen, dass die Infektionszahlen von 500.000 im Jahr 2000 bis auf mehrere Millionen im Jahr 2010 ansteigen könnten.
Die genaue Kenntnis der regionalen Verteilung der HIV-Subtypen ermöglicht die Entwicklung eines optimal passenden Immunogens für einen HIV-Impfstoff in China. In dem von den CHIVAC-Projektpartnern in China betreuten Testgebiet Sinkiang gibt es bereits eine gut charakterisierte Bevölkerungsgruppe mit hohem Infektionsrisiko durch antigenetisch dem Impfantigen sehr ähnlichem C-clade HIV. In weiteren klinischen Tests, beispielsweise in der Region Yunnan, wo andere Stämme von HIV vorherrschen, kann dann auch getestet werden, wie umfassend der erreichte Impfschutz ist.
Für die aus Regensburg anlaufenden Studien fehlte der Universität Regensburg allerdings finanzielle Mittel zur Anschaffung einer Kühlleitung für das Aufbewahrungssystem der Proben - Voraussetzung für die notwendige jahrelange Lagerung der anfallenden Proben bei minus 80 Grad Celsius. Zudem wurden dringend ein spezielles Mikroskop für Quantifizierung und Qualitätsbeurteilung von Zellen sowie ein Zellzählgerät benötigt. Diese Einrichtungen werden auch für die Vorbereitung und Durchführung von Impfstudien in Afrika (Südafrika, Tansania) eingesetzt werden, die unter Verwendung der gleichen Impfstoffkomponenten in Vorbereitung sind. Die Deutsche AIDS-Stiftung, bei der ein entsprechender Antrag auf finanzielle Förderung einging, ermöglichte die Anschaffung der erforderlichen technischen Geräte durch die Bewilligung einer Fördersumme von 34.000 Euro, und freute sich zugleich über die großzügige Spende eines Unternehmers, der 15.000 Euro für die Forschungsförderung zur Verfügung stellte.
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