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International AIDS Vaccine Initiative (IAVI)

Die Suche nach AIDS-Impfstoffen muss beschleunigt werden

Die Erfahrungen in der Bekämpfung von globalen Infektionskrankheiten zeigt, dass diese Krankheiten ohne einen Impfstoff nur schwer einzudämmen sind. Die International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in New York. Sie wurde im Jahr 1996 gegründet, um die weltweite Erforschung von AIDS-Impfstoffen zu beschleunigen. Die Deutsche AIDS-Stiftung ist im Sommer 2000 eine formelle Partnerschaft mit IAVI eingegangen. Die Überlegungen, die damals zur Kooperation zwischen beiden Organisationen führten, haben nichts von ihrer Aktualität verloren:

In vielen Entwicklungsländern gefährdet AIDS inzwischen nicht nur Gesundheit und Leben Einzelner, AIDS gefährdet die gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung und zerstört bereits sicher geglaubte Entwicklungsfortschritte. Die Nachfrage nach AIDS-Krankenversorgung überfordert die ohnehin anfälligen Gesundheitssysteme der am stärksten betroffenen Länder.

Erfolge gegen HIV und AIDS können nur weltweit erzielt werden

Zwar konnte die Zunahme der weltweiten Zahl der Neuinfektionen inzwischen gebremst werden. Dafür nehmen die Neuinfektionszahlen in den meisten westlichen Industriestaaten seit rund fünf Jahren wieder leicht zu. Solange HIV nicht global zurück gedrängt wird, kann sich keine Region auf ihre Erfolge in der Prävention verlassen. Der gewollte und ungewollte Austausch (Personen- und Warenverkehr, Flüchtlingsbewegungen und Migration sowie Tourismus) zwischen den unterschiedlichen Regionen der Welt wird immer intensiver. In einer immer stärker von Globalisierung bestimmten Welt lassen sich viral übertragbare Krankheiten nicht mehr auf eine Region begrenzen. Die Erfolge der Industriestaaten in der Prävention von HIV und AIDS und in der Behandlung bereits erkrankter Menschen werden nur dann von Dauer sein, wenn ähnliche Erfolge auch in anderen Ländern erzielt werden.

Impfstoffe sind ein erfolgversprechendes Mittel gegen HIV/AIDS

In dieser Situation sind AIDS-Impfstoffe, die die Übertragung von HIV einschränken, - neben Mikrobiziden - der einzige langfristig erfolgversprechende Weg gegen die HIV/AIDS-Pandemie. Damit mögliche Impfstoffe auch in den am stärksten von AIDS betroffenen Entwicklungsländern zum Einsatz kommen können, sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Impfstoffe müssen sicher und wirksam sein. Sie müssen kostengünstig und leicht vor Ort anwendbar sein. Nur so kann sichergestellt werden, dass ihr Einsatz nicht an den Kosten oder den eingeschränkten infrastrukturellen Voraussetzungen scheitert.

IAVI beschleunigt die AIDS-Impfstoffforschung

Diese Überlegungen haben die Deutsche AIDS-Stiftung zur Zusammenarbeit mit der International AIDS Vaccine Initiative veranlasst. IAVI will die Entwicklung wirksamer und sicherer AIDS-Impfstoffe besonders für die Entwicklungsländer beschleunigen. IAVI fördert hierzu die Impfstoffentwicklung und die Implementierung von Impfstoffstudien in Entwicklungsländern. Daneben werden innovative Vereinbarungen entwickelt, um Entwicklungsländern den Zugang zu Impfstoffen zu sichern. IAVI steht für internationale Lösungsansätze, kombiniert Talente, Techniken, Methoden und finanzielle Ressourcen unterschiedlicher privater und öffentlicher Geldgeber. Dadurch werden die Chancen erhöht, schneller zu greifbaren Ergebnissen zu kommen.

IAVI und Deutsche AIDS-Stiftung engagieren sich für AIDS-Impfstoffe

Die Deutsche AIDS-Stiftung macht durch ihre Zusammenarbeit mit der International AIDS Vaccine Initiative auch deutschen Instituten und Organisationen das bei IAVI vorhandene Know-how zugänglich und eröffnet ihnen die Möglichkeit, stärker als bisher an der AIDS-Impfstoffentwicklung teilzunehmen.

Weiterführende Informationen zur AIDS-Impfstoffforschung

IAVI - Kurzinfo zur International AIDS Vaccine Initiative (englisch)
(PDF-Dokument, 1,40 MB)

Die Entwicklung von AIDS-Impfstoffen für die Welt: die Rolle Deutschlands
(PDF-Dokument, 1,31 MB)

Warum Frauen und Mädchen einen AIDS-Impfstoff brauchen
(PDF-Dokument, 603 KB)

Lesen Sie mehr über IAVI unter www.iavi.org