
Mütter und ihre Familien liegen der Deutschen AIDS Stiftung ganz besonders am Herzen. Nicht nur zum Muttertag wollen wir die Aufmerksamkeit auf HIV-positive Mütter richten, für die trotz Krankheit und Geldnot ihre Kinder immer an erster Stelle stehen.
In den betroffenen Familien fehlt es oftmals an grundlegenden Dingen wie Betten, Kleiderschränken oder Bekleidung. Die bedürftigen Mütter wenden sich dann in ihrer Not an die DAS: Der Anteil hilfesuchender Frauen bei der Stiftung liegt bei 41 Prozent. Bundesweit machen HIV-positive Frauen nur 18 Prozent aller HIV-positiven Menschen aus. Der hohe Frauenanteil bei den Anfragen an die Stiftung auf Einzelhilfe verweist auf die besonders schwierige soziale Situation HIV-positiver Frauen. Der Anteil von Frauen an allen alleinerziehenden Antragsteller/innen beträgt 94 Prozent.
Sabine B. ist HIV-positiv und lebt mit ihren zwei Kindern in einer kleinen Mietwohnung. Ihr Partner hat sie vor Jahren verlassen. Eine kleine Rente und das Kindergeld reichen nur für das Nötigste. Ihren Kindern mit einem Nachmittag im Zoo oder mit einem Eis eine Freude zu bereiten - das ist für die alleinerziehende Mutter finanziell nicht machbar. Für einen wichtigen Schulauftritt benötigt ihre 6-jährige Tochter nun passende Kleidung. Die Tochter freut sich schon seit Wochen auf den Auftritt; eifrig probt sie dafür jeden Tag. „Für die Kleidung müsste ich an meine Ersparnisse gehen.“, schreibt uns Sabine in einem dringenden Brief. Mit einem Zuschuss der DAS konnte die zweifache Mutter passende Kleidung für den Auftritt kaufen.
Martina S. hat ebenfalls viele Sorgen: Um ihre zwei Kinder zu ernähren geht die HIV-positive Mutter zwei Mal in der Woche bei einer Fast Food Kette arbeiten. Geld für größere Anschaffungen zu sparen ist fast unmöglich. Die kleine Mietwohnung ist nur spärlich eingerichtet; ein Kleiderschrank oder anderer Stauraum für die Kinder fehlen. Hinzu kommt, dass ein Bett der Kinder ganz durchgelegen ist. Ihr jüngster Sohn schläft schon auf dem stoffbezogenen Metall und Holz. Die kleinen Ersparnisse der Familie reichen nicht aus, um die Möbel zu bezahlen. Mit einem Zuschuss von 350 Euro konnten wir Martina und ihren Kindern aushelfen.
Einen Wunsch konnten wir auch der alleinerziehenden Mutter Sibyl T. erfüllen: die HIV-positive Mutter lebt zusammen mit ihren Kindern in Hamburg. Zwar geht es Sibyl gesundheitlich noch ganz gut; ihr jüngster Sohn dagegen ist zu 100 % schwerbehindert. Er leidet unter einer Störung der Blutgerinnung und braucht rund um die Uhr Betreuung. Neben der Betreuung des Kindes nimmt der Haushalt viel Zeit in Anspruch, denn seit einigen Wochen ist die Waschmaschine defekt. Sibyl wäscht derzeit die Wäsche von vier Personen mit der Hand. Eine neue Waschmaschine zu kaufen stellt die betroffene Mutter vor ein großes Problem. Die Stiftung bewilligte einen Zuschuss von 300 Euro - für eine neue Waschmaschine und mehr Zeit für die Kinder.
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