
Josephs größter Traum ist es, Lehrer zu werden. Er ist 16 Jahre alt und lebt in Katutura. In der Sprache der Ovambo bedeutet Katutura soviel wie "der Ort, an dem wir nicht leben möchten". Trotzdem leben in dieser Vorstadt von Windhuk weit mehr als 120.000 Menschen - in notdürftig zusammen gezimmerten Wellblechhütten, in der Regel ohne Wasser und Strom. Nachdem Josephs Eltern an AIDS gestorben waren, musste er die Schule bereits nach der Primarstufe verlassen. Denn die weiterführende Schule kostet Geld, etwa 250 Euro pro Jahr. Geld, das seine Verwandten, die selbst kaum genug zum Leben haben, nicht aufbringen konnten. Doch dank des von der Deutschen AIDS-Stiftung unterstützten Schulförderprojekts „Saving Remnant“ der Catholic AIDS-Action konnte Joseph seinen ersehnten Schulabschluss machen.
Das Projekt hat sich mittlerweile zu einem der erfolgreichsten Programme für Waisen und bedürftige Kinder in Namibia entwickelt. Über 150 Mädchen und Jungen erhielten im vergangenen Jahr eine Schulausbildung. Sie haben damit die Chance auf eine Ausbildung und auf ein Leben ohne Armut.
Für das laufende Schuljahr wird die Deutsche AIDS-Stiftung anteilig Kosten für etwa 100 Schülerinnen und Schüler übernehmen – mittellose AIDS-Waisen haben sonst keine Chance auf den Besuch einer weiterführenden Schule. Und mit Ihrer Unterstützung werden wir in den nächsten drei Jahren vielleicht sogar noch mehr Kindern wie Joseph helfen können
Das Schulgeld für ein Kind inklusive aller Nebenkosten beträgt etwa 250 Euro im Jahr.
Mit einem monatlichen Beitrag von 20 Euro ermöglichen Sie einem Kind in Namibia ein ganzes Schuljahr.
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Namibia ist eines der fünf am stärksten von HIV/AIDS betroffenen Länder der Erde. 85.000 Kinder und Jugendliche unter siebzehn Jahren sind AIDS-Waisen. Viele haben bereits im Kindesalter einen oder beide Elternteile verloren. Allein der Tod eines Elternteils oder beider Eltern ist für zurückbleibende Kinder eine große seelische Belastung. In den meisten Fällen müssen die Kinder stärker beim Lebensunterhalt der Pflegeeltern mithelfen.
AIDS-Waisenkinder können in der Regel keine weiterführende Schule besuchen, da sie und ihre Pflegeeltern nicht in der Lage sind, das Schulgeld aufzubringen. Zu den Schulgebühren kommen die Kosten für Lehrmittel, Schuluniformen, in Ganztagesschulen oft auch Mittagstisch oder Unterbringung, wenn der Schulweg zu weit ist und die Kinder nicht jeden Tag zum Unterricht laufen können.
Die steigende Zahl der AIDS-Waisen braucht dringend mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. Kinder in die Schule zu schicken und ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen, ist für die überlebenden Familienmitglieder, die weit unter dem Existenzminimum leben, unmöglich.

Namibia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate der Welt. Jeder vierte Einwohner im Alter von 14 bis 49 Jahren ist mit dem Virus infiziert. Im Norden des Landes sind sogar zum Teil über 30 Prozent der Einwohner von HIV/AIDS betroffen. Hier engagiert sich die Catholic AIDS Action (CAA), Mitbetreiberin des größten Netzes von nicht staatlichen lokalen Gesundheitsstationen in Namibia.
Mit Hilfe von derzeit etwa 1.700 geschulten freiwilligen Helferinnen und Helfern können fast 5.000 HIV-positive Patienten und Familienmitglieder in ihrem Zuhause unterstützt werden. Die CAA-Mitarbeiterinnen ermutigen die Erkrankten, „positiv“ zu leben, d. h., sich gesund zu ernähren und offen mit ihrem HIV-Status umzugehen, um so der Ausbreitung der Infektion vorzubeugen.
Die direkte Hilfe vor Ort kommt insbesondere auch Kindern und Jugendlichen zugute. Denn wo besonders viele Menschen an AIDS sterben, müssen vor allem die Kinder unter den Folgen der Epidemie leiden: Jedes zehnte Kind ist Waise und hat einen oder beide Elternteile durch die tödliche Krankheit verloren. Die Mitarbeiter der Catholic AIDS Action steht den Waisen und Angehörigen, die sich um die Versorgung der Kinder kümmern, mit einer Reihe von alltagsnahen Angeboten zur Seite: von der Trauerarbeit über Erziehungs- und Gesundheitsfragen bis hin zu medizinischer Betreuung.
Die Deutsche AIDS-Stiftung unterstützt die Catholic AIDS Action bei ihrer engagierten Vor-Ort-Hilfe im besonders stark von HIV/AIDS betroffenen Norden des Landes in den Regionen um Anamulenge, Oshikuku, Okatana und Oshakati.
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