Durch seine Betreuung HIV-positiver Schwangerer ist das DREAM-Programm in Afrika bekannt geworden. Inzwischen kommen auch immer mehr arme Familien mit HIV-positiven Kindern und Jugendlichen in die Gesundheitsstationen von DREAM. Hier erhalten sie eine medizinische Grundversorgung, die ihnen das Überleben erleichtert oder überhaupt erst möglich macht. Das Hilfsprogramm wird von der ehrenamtlich tätigen, ökumenischen Gemeinschaft Sant’ Egidio in Abstimmung mit der Regierung Mosambiks durchgeführt und seit vier Jahren von der Deutschen AIDS-Stiftung gefördert.

Ziel ist es, HIV-positiven und AIDS-kranken Kindern und Familien medizinische Betreuung anzubieten, die sie sich aus eigener Kraft nicht leisten können.
So wie bei dem neunjährigen Francisco. Als seine Mutter Cecilia wegen ihrer Schwangerschaft im September 2004 einen HIV-Test machte, wurde auch er getestet. Beide waren HIV-positiv und wurden sofort in DREAM aufgenommen. Der im Oktober 2004 geborene Bruder von Francisco ist durch die Behandlung im Gesundheitszentrum HIV-negativ.
Cecilia war erst sehr spät zur Behandlung in die Gesundheitsstation gekommen. Trotz aller Hilfe ist sie im Jahr 2008 an AIDS verstorben. Nach ihrem Tod nahm Maria, die Schwester von Cecilias Mutter die beiden Brüder bei sich auf. Obwohl sie selbst blind ist und fünf eigene Kinder hat, kümmert sie sich selbstlos um ihre Neffen. Da sie die Familie nicht immer selbst versorgen kann, erhält sie in der Gesundheitsstation monatlich einen Vorrat an Grundnahrungsmitteln wie Getreide, Öl oder Zucker.

Francisco bekommt bei DREAM seit fast sieben Jahren schon seine AIDS-Medikamente. Die Tabletten und die Behandlung sind für ihn umsonst und werden von Spenden finanziert. Er oder seine Tante könnten sich das unmöglich leisten. „Bei Francisco ist die Therapie sehr erfolgreich“, sagt seine Betreuerin Isabelle Barbane. „Leider hatte die Familie kaum etwas zu essen und ohne ausreichende Nahrung hätten die Medikamente schlechter gewirkt. Daher geben wir seiner Tante jeden Monat zusätzliche Lebensmittel.“

Bei DREAM kann Francisco während der Behandlungen auch mit anderen Kindern im Hof des Zentrums spielen. Und er träumt von seiner Zukunft: „Ich will studieren und Arzt werden. Dann kann ich auch anderen Kindern helfen.“
Und das ist auch nötig. Von den ca. 19,5 Millionen Einwohnern Mosambiks sind ca. 1,4 Millionen HIV-positiv, darunter sind 130.000 Kinder unter 15 Jahren. Die Lebenserwartung liegt bei 40 Jahren.
Allein in Franciscos Gesundheitszentrum werden zur Zeit 3265 Patienten behandelt. 2.332 von ihnen müssen bereits Medikamente gegen HIV und AIDS nehmen. Die Versorgung so vieler Patienten kostet viel Geld.
So viel kostet die Hilfe dort:
1 Monat Lebensmittelbeihilfe für eine Mutter und ihre Familie = 14,00 €
1 Keramikfilter für sauberes Trinkwasser = 24,00 €
½ Jahr medizinische Betreuung je Patient = 75,00 €
15 Blutuntersuchungen während der Schwangerschaft = 116,00 €
1 Jahr med. Versorgung Mutter & Kind = 500,00 €
Damit wir auch weiterhin Kindern wie Francisco helfen können, benötigen wir Ihre Hilfe. Bei den internationalen Projekten arbeiten wir als seit vielen Jahren mit festen Partnern vor Ort in Namibia, Südafrika und Mosambik zusammen. Projektbesuche aus Deutschland zeigen die guten Ergebnisse des Spendeneinsatzes. So wächst Vertrauen auf beiden Seiten. Deswegen können wir versprechen, dass Ihre Spende vor Ort ankommt.

„DREAM zeigt, dass Aids auch in Afrika gut behandelt werden kann. Kinder wie Francisco beginnen, über ihre Zukunft nachzudenken. Ja, sie haben wieder eine Zukunft. Besonders berührt hat mich, dass viele dieser Kinder einen Beruf erlernen wollen, mit dem sie anderen helfen können. Diese Kinder müssen wir bei ihrem Kampf gegen Aids unterstützen“
Hannelore Elsner
Mitglied im Kuratorium
der Deutschen AIDS-Stiftung
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