
HIV-positive Menschen benötigen eine ausreichende und gesunde Ernährung, damit die Medikamente wirken. Viele betroffene Menschen in Südafrika haben nicht genügend Geld, um sich genug Lebensmittel kaufen zu können. Fast jeder zweite schwarze Südafrikaner ist arbeitslos. Bei den unter 20-jährigen Jugendlichen liegt die Arbeitslosenquote bei über 70 Prozent. Für die meisten Menschen ist die Familie ein wichtiges privates Versorgungssystem. Verdient ein Familienmitglied, ernährt es von seinem Geld fast alle Verwandten. HIV-positive und aidskranke Frauen und Kinder werden oft aus diesem sozialen Netz ausgestoßen. Sie verlieren die letzte Sicherheit zum Überleben.
Unser Kooperationspartner in der Kap-Provinz in Südafrika ist die Hilfsorganisation HOPE Cape Town. Sie wurde von Pfarrer Stefan Hippler gegründet und organisiert seit einigen Jahren Basisinitiativen. In diesen Gruppen schaffen sich HIV-positive arbeitslose Menschen – meistens Frauen - ein kleines Einkommen, mit dem sie das eigene Überleben und das ihrer Kinder sichern.
Beispiele für erfolgreiche Hilfe....
Die AIDS-Stiftung unterstützt die Basisgruppen bereits seit 2005 mit 10.000 Euro. Wir sind sehr froh, dass wir seitdem vielen Menschen beim Überleben geholfen haben. Im Stadtviertel Valhalla-Park erhielt eine Gruppe von 15 aidskranken Frauen 230 Euro um sich Werkzeuge und Material für die Anfertigung von Modeschmuck und von Roten Schleifen aus Glasperlen zu kaufen.


Die Frauen brachten sich gegenseitig das notwendige Wissen zur Produktion bei. Seit 2006 können die Frauen von dem Verkauf des Schmucks leben und ihre Kinder ernähren. Die Frauengruppe ist auch aktiv geworden und klärt andere Frauen in Versammlungen über HIV und AIDS auf.
Aus der Goodwood Klinik in Kapstadt berichtete uns Krankenschwester Anthony über die Gründung einer Selbsthilfegruppe von aidskranken Frauen, die begonnen haben, Grußkarten und Seife zu produzieren. Zwei weitere Krankenschwestern unterstützen die Gruppe ehrenamtlich. Die Schwestern haben bereits selbst 92 Euro Spenden gesammelt. Über HOPE erhielten sie weitere 230 Euro zum Start der Gruppe. Grußkarten und Seife werden inzwischen an lokale Händler verkauft. Der Erlös wird unter den Frauen für den Kauf von Lebensmitteln geteilt; ein Anteil wird für den Einkauf neuer Grundstoffe verwendet.
Neue Initiativen aidskranker Menschen benötigen unsere Unterstützung
Es gibt noch viele aidskranke Menschen, die ihr Überleben eigenständig sichern wollen. Wir möchten unserem Partner HOPE dabei helfen, noch mehr Basisgruppen ins Leben zu rufen. Dabei sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Zum Beispiel hat eine Gruppe von neun HIV-positiven Frauen im letzten Jahr begonnen, das ungenutzte Land um das Krankenhaus in Delft, einem Stadtteil von Kapstadt, zu bearbeiten. Die Frauen konnten in diesem Jahr das erste Gemüse und Obst ernten. Sie benötigen jedoch noch weitere Gartengeräte, aber auch Erde und Setzlinge. Für 20 Euro Spende können die Frauen einen haltbaren Gartenschlauch kaufen, für 25 Euro gibt es einen massiven Spaten. Helfen Sie den Frauen, damit ihre Ernte in Zukunft noch besser ausfällt.
Hier können Sie für dieses Projekt spenden:
Auch im Stadtteil Delft herrscht eine sehr hohe Arbeitslosigkeit und HIV-positive Menschen haben keine Chance auf einen Arbeitsplatz. Mit dem Anbau schaffen die Frauen eine Basis für die Ernährung ihrer Kinder und Familien. Den Patienten des Krankenhauses nutzt das Projekt ebenfalls. Sie können am Krankenbett frisches Obst und Gemüse kaufen.


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