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Täglich gegen HIV und AIDS ankämpfen

In Südafrika leben ca. 5, 5 Millionen Menschen mit HIV – das sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung. Nomsa, 34, ist eine davon. Sie lebt mit ihren zwei Kindern und ihrem Mann in einem einfachen Wellblech-Haus im Kapstädter Township Delft.

Von ihrem positiven Testergebnis erfuhr sie bei der Geburt ihres ersten Sohnes Vuyo vor acht Jahren. Es war ein großer Schock, erzählt sie. Voller Sorge suchte sie Rat bei den Gesundheitsarbeiterinnen von HOPE. Im lokalen Krankenhaus von Delft erklärten ihr die Beraterinnen, dass die Vermehrung des Virus durch Medikamente reduziert werden kann. Zwar bliebe das Virus in ihrem Körper, sie könne sich aber weiterhin um ihre zwei Kinder kümmern. Alle drei Monate geht sie nun zu Alice, einer der Gesundheitsarbeiterinnen von HOPE im Krankenhaus.

Dort lässt sie ihr Blut untersuchen. Alice erklärt ihr, dass ihr Immunsystem in den letzten Jahren immer schwächer geworden sei. Bald müsse sie mit einer Therapie anfangen. „Ich habe Angst vor den Tabletten und der Therapie. Wenn ich starke Nebenwirkungen habe, kann ich mich vielleicht nicht mehr so um meine Kinder kümmern“, befürchtet Nomsa. Besonders sorgt sich Nomsa um ihren jüngsten Sohn, Vuyo. Der achtjährige Junge kam mit einer körperlichen Behinderung zur Welt. Er besucht eine spezielle Schule für Kinder mit Behinderungen und braucht viel Aufmerksamkeit von seiner Familie.

Die Arbeit der Beraterinnen von HOPE hat Nomsa so beeindruckt, dass sie inzwischen eine eigene Selbsthilfegruppe leitet. Im Stadtteil Delft berät sie betroffene Frauen und fordert diese auf, durchzuhalten. „Ich bin sehr dankbar, dass HOPE mir geholfen hat. Jetzt möchte ich anderen Frauen helfen, auch mit HIV überleben zu lernen.“, berichtet Nomsa über ihre Arbeit.

So helfen die Gesundheitsarbeiterinnen von HOPE vor Ort

Pauline Joosten bildet die Gesundheits-arbeiterinnen von HOPE aus

Mit ca. 1.800 Neuinfektionen täglich hat Südafrika die höchste Ansteckungsrate weltweit. Der deutsche Pfarrer und Seelsorger Stefan Hippler wollte nicht tatenlos zusehen, dass die HIV-Diagnose das sichere Todesurteil für die Menschen in Südafrika bedeutet und gründete im Jahr 2000 das Hilfsprojekt HOPE Cape Town. Seit 2003 unterstützt ihn die Deutsche AIDS-Stiftung bei seiner wichtigen Arbeit.

In vielen Vorstädten Kapstadts hat HOPE Gesundheitsarbeiterinnen eingestellt. Sie arbeiten eng mit den Krankenhäusern zusammen und lernen die Patienten bereits auf den Stationen kennen. Sie begleiten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aber nicht nur auf den Stationen, sondern machen auch Hausbesuche und führen die wichtige Beratung und Unterstützung zu Hause fort. Probleme und Fragen, z.B. bei der Medikamenteneinnahme, können sofort besprochen werden.

Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft mit Spenden bei der Ausbildung und Einstellung weiterer Gesundheitsarbeiterinnen in den Townships von Kapstadt. So können wir noch mehr Familien mit HIV und AIDS beraten. Bitte spenden Sie, damit Frauen wie Nomsa notwendigen Rat, Betreuung und Hilfe erhalten.

72 Euro kostet die Arbeit einer Gesundheitsarbeiterin - pro Woche.

Ihre Spende hilft!

Hier können Sie direkt spenden

 

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