Schwerpunkt des Neujahrsempfangs der Deutschen AIDS-Stiftung, der erstmals im Auswärtigen Amt in Berlin stattfand, war die AIDS-Bekämpfung im südlichen Afrika. Rund 200 Gäste aus Politik, NGOs und Botschaften trafen sich, um sich über dieses wichtige Thema auszutauschen.
Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle, der den Anliegen der Deutschen AIDS-Stiftung seit vielen Jahren eng verbunden ist, sagte den südafrikanischen Staaten Unterstützung beim Kampf gegen die AIDS-Epidemie zu. Er nannte den Kampf gegen AIDS einen "Einsatz für die Menschenrechte" und Teil der wertegeleiteten deutschen Außenpolitik. Westerwelle erinnerte an die Zeit, als die ersten AIDS-Fälle in Deutschland auftraten und zunächst Unsicherheit über den Umgang mit dem neuen Virus herrschte. Die guten Erfahrungen mit Aufklärung und Enttabuisierung des Themas könnten in die Länder getragen werden, die diesen Schritt noch nicht gegangen seien.
Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, stellte das Engagement der Stiftung anhand zweier Projekte in Mosambik und Südafrika dar. "In diesen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die mit dem staatlichen Gesundheitswesen kooperieren, gelingt es, auf hohem medizinischen Niveau zu arbeiten und gleichzeitig durch die Ausbildung vieler Menschen Nachhaltigkeit zu erreichen", unterstrich Heide. Die Stiftung werde weiterhin einige beispielhafte Projekte privat fördern, wohl wissend, wie gering die Reichweite einerseits, wie bedeutend der Vorbildcharakter aber andererseits sei.
Die Ehrenvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung, Prof. Rita Süssmuth, eröffnete die Veranstaltung: Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Bundesgesundheitsministerin in den 80er Jahren betonte sie die Bedeutung von Aufklärung, Prävention und Einbeziehung von Zivilgesellschaft und Selbsthilfe. Der Botschafter der Republik Südafrika, S.E. Sonwabo Eddie Funde, wies auf Erfolge der südafrikanischen Staatengemeinschaft im Kampf gegen AIDS hin, gleichzeitig machte er klar, dass vieles noch getan werden müsse, dass mehr Partner und mehr Unterstützung benötigt würden.

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